Füllungskunststoff

Glücklicherweise erkranken in den letzten Jahren weniger Menschen an Karies als in den davor liegenden Jahrzehnten. Dennoch muss die biologische Zahnmedizin sich intensiv der Suche nach biokompatiblem Material als Amalgamersatz zuwenden. Kunststoff ist seit vielen Jahren als Standard-Füllungsmaterial in der Schweiz etabliert. Füllungskunststoff wird als Komposit bezeichnet, weil er immer eine Mischung chemisch unterschiedlicher Komponenten darstellt.

Probleme bereitet der biologischen Zahn-Medizin nach wie vor die chemische Struktur von Komposit, das als Paste bearbeitet und am Schluss durch eine chemische Reaktion im Munde des Patienten "gehärtet" wird. Diese Reaktion wird von so genannten Radikalen geleitet. Und genau da beginnt das Problem: noch nach vielen Jahren treten diese reaktionsfreudigen Moleküle, Monomer genannt, aus den Füllungen aus und gelangen in den Organismus. Monomer ist in der Lage, eine Sensibilisierung des Immunsystems auszulösen, die schliesslich in einer Allergie mündet.

Biokompatible Füllungstherapie

Die Diagnostik solcher Immunreaktionen ist schwierig, weil sie systemisch sind. Das bedeutet: im Munde, am "Ort des Geschehens" zeigt sich gar nichts: Symptome treten im Darm, bei den Drüsen, auf der Haut oder im Nervensystem auf.

Komposit

Insgesamt kennt die Toxikologie heute ca. 80 chemische Verbindungen, die aus Komposit in den menschlichen Organismus gelangen und dort mit anderen Fremdmolekülen reagieren können. Je stärker ein Organismus mit Umweltschadstoffen belastetet ist, umso grösser wird die Wahrscheinlichkeit solcher "Zusammenarbeit" zum Schaden des Organismus. Niemand kann voraussehen, wie verschiedene Fremdstoffe miteinander reagieren werden. Die Forschung hat viele Fragen noch nicht beantwortet. Klar allerdings ist, dass die von Komposit-Kunststoff ausgehenden Gefahren steigen, sobald das Entgiftungssystem bereits vorbelastet und/oder der Stoffwechsel nicht mehr im Gleichgewicht ist.

Füllungen aus Keramik sind zwar deutlich zeitaufwendiger: der Zahnarzt muss einen Abdruck nehmen, aus dem im zahntechnischen Laboratorium ein Modell hergestellt wird. Auf diesem stellt der Zahntechniker dann im Brennofen in mehreren Schritten eine Keramik-Füllung her, die in einer separaten Behandlungssitzung im Zahn befestigt wird. Keramik-Füllungen werden von der Umweltmedizin als einziges Material der Zahnheilkunde als "hypoallergen" anerkannt, da sie nicht toxisch sind und ihr Potential zur Sensibilisierung des Immunsystems sehr gering ist.