Bionator-Behandlung
ist eine Alternative zur konventionellen Kieferorthopädie
Die schulmedizinische Kieferorthopädie diagnostiziert anhand von Normwerten. Ihre korrektiven Massnahmen (festsitzendes Multiband) gehen häufig mit Zahnentfernungen einher. Es geht um das Beheben von Symptomen im Kausystem. Die integrative Kieferorthopädie betrachtet den Mundraum ganzheitlich, im funktionellen Zusammenhang mit dem Gesamtorganismus.
Bei Kindern beginnen wir grundsätzlich mit dem Original-Bionator nach Professor Balters – dem bewährten funktionskieferorthopädischen Gerät im Wachstumsalter. Wir behandeln seit vielen Jahren erfolgreich mit diesem ganzheitlichen Therapiekonzept. Der Bionator nutzt körpereigene Korrekturkräfte, um Dysfunktionen im Kauorgan über Harmonie und Balance zu regulieren.
Bionator-Behandlung ist ganzheitlich
Die Behandlung mit dem BIONATOR ist eine GANZHEITLICHE Therapie
- weil sie die intensiven Wechselwirkungen zwischen Zähnen und Kieferknochen mit allen umgebenden weichen Geweben nutzt.
- weil sie eine korrekte Bisslage etabliert, die über die Kiefergelenke die gesamte Wirbelsäule bis hin zum Becken beeinflusst.
Bionator-Behandlung ist biologisch
- weil sie nicht starr und mechanisch nur auf die Zähne einwirkt, sondern funktionell dynamisch auch Atmen, Sprechen und Schlucken und sogar die Körperhaltung einbezieht.
- weil sie das seelische Wohlbefinden steigern kann: muskuläre Verspannungen werden gelöst und die Nasenatmung gefördert. Das regt den Energiefluss an, führt zu seelischer Ausgeglichenheit und wirkt allfälliger Introversion entgegen.
Häufige Fragen zum Bionator
WIE WIRKT DER BIONATOR?
Wir bewegen mit dem Bionator die Zähne nicht wie bei anderen Zahnspangen durch mechanische Druck- und Zugkräfte von extern, sondern mittels feiner körpereigener Impulse von intern. Werden die Zähne auf diese Weise langsam, kontinuierlich und sanft bewegt, wächst auch der Kieferknochen mit. Der Bionator balanciert dabei die feinen muskulären Kräfte von Lippen, Wangen und Zunge so aus, dass der Kiefer im Wachstum nicht behindert wird. Man bezeichnet den Bionator auch als «Turngerät», weil er dazu animiert, im Mund spielerisch bewegt zu werden, wodurch feine dynamische Impulse entstehen, die ebenfalls das Knochenwachstum stimulieren. Vertikal gewinnen wir mit dem Bionator zusätzlichen Raum, da Zähne, die vom Gerät nicht abgestützt werden, langsam zu wandern beginnen und der Knochen ihnen folgt.
WAS BEWIRKT DER BIONATOR?
Der Bionator beseitigt sanft und nachhaltig Engstände der Zähne, indem er den Mundraum erweitert. Er führt den Unterkiefer rein muskulär in die richtige Position zum Oberkiefer, sodass sich eine korrekte, neutrale Bisslage dauerhaft einstellen kann. Zudem verbessert der Bionator den Lymphabfluss sowie die Durchblutung der Weichteile, wodurch Nase und Rachen besser belüftet werden und sich mögliche Verspannungen in der Kaumuskulatur lösen. Als harmonisierender Modulator zwischen Kauorgan und Wirbelsäule trägt er nachhaltig zur Verbesserung der Körperhaltung bei.
WIE UNANGENEHM IST DAS TRAGEN EINES BIONATORS?
Der Bionator verzichtet auf jedweden äusseren Zwang. Das ist die Grundlage einer stets schmerzfreien Behandlung! Für viele ist das der entscheidende Vorteil dieser Behandlungsmethode gegenüber den Alternativen. Der Bionator liegt lose im Mund, er stört dabei so wenig, dass er im Idealfall nur zum Essen, zur Zahnreinigung oder kurzfristig bei bestimmten Unterrichtsstunden in der Schule herausgenommen werden muss. Es gibt Kinder, die den Bionator nach kurzer Eingewöhnung so mühelos integrieren, dass es ihnen direkt auffällt, wenn sie das Gerät mal nicht tragen.
IN WELCHEM ALTER KÖNNEN WIR MIT DEM BIONATOR BEHANDELN?
Grundsätzlich beginnen wir die Bionator-Therapie, sobald bei Kindern der erste bleibende Zahn, also die Nummer 6, durchgebrochen ist. In Ausnahmefällen geht es auch noch etwas früher. Die wirkungsvollste Behandlungszeit ist bei Jugendlichen während des Zahnwechsels. In der Regel beenden wir die Bionator-Therapie, wenn alle bleibenden Zähne ihren Platz im Kiefer gefunden haben, also mit ca. 16 Jahren. Es gibt jedoch auch Fälle der Behandlung von Erwachsenen.
Wir behandeln auch Erwachsene mit einem Gerät, das sich Biognathor nennt. Der Biognathor wurde aus dem Bionator entwickelt, er sieht ähnlich aus und hat teilweise auch dieselbe Funktion. Sein Einsatzspektrum ist allerdings weniger die Zahnstellungskorrektur als das Entspannen der Muskulatur und das Entlasten der Kiefergelenke.
WELCHE VORTEILE BIETET DER BIONATOR NOCH?
Der Bionator bietet einen weiteren grossen Vorteil im Vergleich mit anderen kieferorthopädischen Behandlungsmethoden. Am Ende einer erfolgreichen Therapie gibt es ein stabiles Langzeit-Ergebnis. Das gefürchtete Rezidiv, also die Rückentwicklung der Zahnstellung, bleibt aus. Der Organismus gibt ein Ergebnis nicht auf, das er sich selbst erarbeitet hat! Zu Rezidiven kommt es gerade nach Behandlungen mit festsitzenden Apparaten häufiger. Um sie zu vermeiden, werden Retainer-Drähte von innen an den Schneidezähne befestigt, die zur Stabilisierung viele Jahre lang getragen werden müssen. Solche Zwangsmassnahmen benötigen wir nach einer Bionator-Behandlung nicht.
WIE STEHT ES MIT DEN KOSTEN DER BIONATOR-BEHANDLUNG?
Es ist natürlich nicht möglich, an dieser Stelle exakt die Kosten der Therapie aufzulisten. Jeder Fall ist anders und muss individuell beurteilt werden. Wir erstellen für unsere Patienten eine schriftliche Behandlungsplanung und einen zugehörigen Kostenvoranschlag.
Kinder tragen ihren Bionator bis zu 2 Jahre lang, bevor ein neues Gerät eingesetzt wird. Bei Jugendlichen muss dagegen aufgrund des raschen Wachstums ungefähr jährlich das Gerät gewechselt werden. Grundsätzlich lässt sich allerdings festhalten, dass die Bionator-Behandlung gesamthaft geringere Kosten verursacht als die „klassische“ Therapie mit festsitzenden Apparaten, dem sogenannten Multiband. Wichtig zu wissen ist ausserdem, dass die Kosten der Bionator-Behandlung von Schweizer Zahnpflegeversicherungen für Kinder und Jugendliche je nach abgeschlossenem Tarif in der Regel übernommen werden!
GIBT ES MISSERFOLGE MIT DEM BIONATOR?
Wenn eine Bionator-Behandlung nicht zu einem optimalen Ergebnis führt oder sogar abgebrochen werden muss, liegt es in den meisten Fällen daran, dass die jungen Patienten ihren Bionator nicht ausreichend intensiv genug getragen haben. Die volle Wirksamkeit erreicht ein Bionator erst, wenn er mindestens 14 Stunden pro Tag im Munde bleibt. Optimal sind allerdings 18 Stunden, wobei das Tragen am Tage wirkungsvoller ist als in der Nacht. Das ergibt sich daraus, dass der Bionator tagsüber durch Sprechen und Schlucken intensiv bewegt wird. Funktionelles Beanspruchen ergibt eine optimale Wirkung des Bionators.
HAT DIE BIONATOR-BEHANDLUNG NEBENWIRKUNGEN?
Grundsätzlich kennen wir beim Bionator keine Nebenwirkungen. Voraussetzung dafür sind der sorgfältige Umgang mit dem Gerät, eine routinemässige und gründliche Reinigung, das genaue Beachten der zahnärztlichen Hinweise zum Tragen sowie das Einhalten der Kontrolltermine.
IN WELCHEN INTERVALLEN FINDEN KONTROLLEN IN DER PRAXIS STATT?
Regelmässige Besuche in der Praxis zum Kontrollieren und Anpassen des Bionators sind für eine erfolgreiche Behandlung unerlässlich. Das Intervall richtet sich primär nach dem Alter des Patienten: Zu Beginn der Behandlung im Kindesalter sind längere Abstände von zwei bis drei Monaten üblich. In der aktiven Behandlungsphase bei Jugendlichen verkürzen sich die Intervalle in der Regel auf vier bis sechs Wochen. In der Endphase verlängern sich die Abstände dann wieder.